Der Autor

Dr. med. Wolfgang Weihe

1949 in Herford geboren, ist Facharzt für Neurologie und Psychiatrie. Seit mehr als 25 Jahren hat er sich auf die Multiple Sklerose spezialisiert und ist vielen Betroffenen durch seine zahlreichen Vorträge und kritischen Artikel bekannt. 1988 hat er als erster die "schwarzen Löcher" im Kernspintomogramm von MS-Betroffenen entdeckt und ihre Bedeutung für die Prognose der MS beschrieben. Obwohl er nach eigener Aussage ein "Kernspin-Freak" ist, steht er der akademischen Medizin wegen ihrer engen Verflechtung mit der Pharmaindustrie skeptisch gegenüber, tritt für eine strenge Indikationsstellung der sogenannten Immunmodulatoren (Betaferon®, Avonex®, Rebif® und Copaxone®) ein und versucht, Schulmedizin, Ganzheitsmedizin und eine naturheilkundliche Sichtweise miteinander zu verbinden, was er mit dem Bild vom "Haus der Medizin" so ausdrückt:

"Unten, im Erdgeschoss, ist alles untergebracht, was man selbst tun kann, also gesunde Ernährung, Stressabbau und Psychotherapie. Falls das nicht ausreicht, geht man ein Stockwerk höher zu den naturheilkundlichen Maßnahmen. Aber wenn das auch nichts nützt, dann sollte man sich nicht scheuen, die Hilfe der Schulmedizin in Anspruch zu nehmen, die ganz oben im Dachgeschoss wohnt."